ADHS: Ernstes Problem oder Modekrankheit?

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Pyrrolurie

Die Kryptopyrrolurie (oder vereinfacht Pyrrolurie) ist durch einen Vitamin-B6- und Zinkmangel gekennzeichnet, welche für eine Vielzahl von Symptomen verantwortlich sind. Die Auswirkungen auf den Gehirnstoffwechsel werden oft unterschätzt und ein entsprechender Mangel bei den verschiedensten Erscheinungsbildern dadurch nicht in Betracht  gezogen.

Vitamin B6
 

ist bei über 100 Stoffwechselvorgängen (hauptsächlich Eiweiße bzw. Aminosäuren) beteiligt. Für die Umwandlung des Vitamins in seine aktive Form ist eine genügende Menge Zink und Vitamin B2 notwendig. Vitamin B6 ist unverzichtbar für die Gewinnung der Energie aus den Kohlenhydrat- und Eiweißspeichern. Es ermöglicht die Bildung der Neurotransmitter aus den kleinsten Eiweißbausteinen. Fehlt es, können die entsprechenden Gehirnbotenstoffe (Serotonin, Noradrenalin und Dopamin) nur in unzureichendem Maße gebildet werden. Damit sind Störungen der Gehirnfunktion wie Gedächtnis- und Lernstörungen vorprogrammiert.

Zink

ist an sehr vielen Stoffwechselprozessen beteiligt. Das verwundert nicht, denn es ist Bestandteil von mehr als 200(!) Enzymen und beschleunigt oder verlangsamt Stoffwechselvorgänge, steuert so auch die Bildung und Freisetzung von Neurotransmittern und spielt u.a. eine wichtige Rolle bei der Zellteilung.

Mangelssymptome

Vitamin B6

Zink

sonstige Zusammenhänge:

  • Störung des Kurzzeitgedächtnisses und schlechtes Namensgedächtnis und Zuhörvermögen
  • fehlende Traumerinnerung
  • innere Unruhe, nervöse Störungen, Empfindungsstörungen
  • Nervenentzündungen
  • Gelenkschmerzen (wandernde)
  • Muskelzuckungen, -zittern
  • (Muskel)Krämpfe
  • Angstzustände
  • Verwirrung
  • Depressive Zustände
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Schwäche
  • Hypotonie
  • kalte Füße
  • Knotenbildung der Schilddrüse, Kropfbildung
  • anfallsartige Krämpfe bei Säuglingen
  • Hyperaktivität
  • Allergien
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Blähungen
  • Neigung zu Durchfällen oder Verstopfung
  • Reizdarm
  • morgendliche Übelkeit
  • Flecken auf der Haut (gerötet, schuppig, schmerzend, fettig, juckend)
  • schmerzhafte Einrissen an den Mundwinkeln
  • blasse Haut
  • Anämie (spricht auf Eisengabe nicht an)
  • hypoglykämische Beschwerden (ca. 3-4 Stunden nach Nahrungsaufnahme Unruhe, Zittern, Leistungsabfall)
  • Blutarmut
  • gestörte Glukoseversorgung des Gehirns, worauf der menschliche Organismus mit einer verstärkten Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin reagiert. Dieses Hormon befähigt den Menschen zu körperlichen Höchstleistungen. Leider erfolgt die Freisetzung des Hormons auch während der Schulzeit. Den Energieüberschuss bauen betroffene Kinder z.B. über körperliche Unruhe und Zappelphillipp-Verhalten ab.
  • weiße Flecken an den Fingernägeln
  • brüchige Nägel, Querfurchen an Nägel
  • struppige Haare
  • Haarausfall
  • helle Haut
  • Striae der Haut, Schwangerschaftsstreifen
  • Akne
  • Ekzeme
  • Psoriasis
  • Verhornungen
  • verzögerte Wundheilung
  • geschwächtes Immunsystem (infektanfällig)
  • verminderte Geruchs- und Geschmacksempfindung
  • Wachstumsstörungen
  • enge Zahnstellung (Oberkiefer)
  • schlechter Zahnschmelz
  • zurückgezogenes Zahnfleisch
  • Rücken-/Gelenkschmerzen
  • späte Pubertät
  • Maculadegeneration
  • Nachtblindheit
  • Appetitlosigkeit
  • Magersucht
  • Eiweißunverträglichkeit
  • Reizbarkeit
  • Psychosen
  • Lethargie
  • Aggressivität
  • Konzentrationsstörungen
  • Lernschwächen
  • Legasthenie
  • geistige Retardierung
  • Halluzinationen
  • Erschöpfung
  • Alkoholunverträglichkeit
  • vermehrtes Schwitzen
  • Hypercholesterinämie
  • Stress verschlimmert
  • Verschlechterung der Handschrift bei Stress
  • außergewöhnliche Sonderbegabungen
  • Altklugheit
  • besonders kreativ und originell
  • besonderes Intuitionsvermögen
  • besonderer Bedarf an Freiräume, Rückzugsmöglichkeiten
  • merkt sich Fakten in sinnvollen Zusammenhängen
  • stark ausgeprägter Gerechtigkeitssinn
  • kritisch, hinterfragt vorgefasste Meinungen
  • perfektionistisch
  • hypermobile Gelenke
  • Beckeninstabilität
  • Schwindel
  • Ohrensausen
  • starke Sonnenempfindlichkeit
  • häufige Harnwegsinfekte, Blasenentzündungen
  • Gewichtsprobleme:
  • Übergewicht/Untergewicht
  • paradoxe Reaktion auf Medikamente (z.B. Beruhigungsmittel)
  • unruhige Beine (restless legs)
  • Weiße Flecken der Fingernägel - oft in Verbindung mit einem erhöhten Kupferspiegel
  • helle Haut
  • ausfallende Haare
  • strohige Haare
  • Ekzeme der Haut
  • Akne
  • Herpes
  • Störungen des Immunsystems
  • Störungen des Muskel- und Knochenstoffwechsels
  • Legasthenie
  • uvam.

Beide Vitalstoffe sind an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt und ein Fehlen der beiden Stoffe kann mannigfaltige Auswirkungen auf viele Stoffwechselvorgänge beim Menschen haben. Aufgrund der Störungen des Eiweißstoffwechsels zeigt sich eine Störung der Funktion des Immunsystems (Antikörper sind aus Eiweißen aufgebaut) und eine schlechtere Verträglichkeit eiweißhaltiger Speisen. Fehlendes Vitamin-B6 verhindert einen vollständigen Abbau von Histamin mit nachfolgenden Allergiesymptomen auf Pollen oder Nahrungsmittel. Diese Allergien müssen nicht wirklich vorhanden sein, es kann sich um Scheinallergien handeln.

Eine Beeinträchtigung der Neurotransmitterbildung wirkt sich vor allem auf den Botenstoff Serotonin aus. Serotonin-Mangel ist neben den bekannten Symptomen wie Konzentrations-, Lern- und Denkstörungen auch für Beschweren wie Kopfschmerz, Migräne, Darmprobleme oder andere psychische Beschwerden verantwortlich. Sind derartige Beschwerden häufiger vorhanden, sollte ein Kryptopyrroltest unbedingt in Erwägung gezogen werden.

Ursachen für den Mangel

Die Antwort ist recht einfach und wurde bereits 1959 bei psychiatrischen Patienten entdeckt. Dieses Phänomen bzw. Krankheitssymptom trägt den eigentümlichen Namen "Kryptopyrrolurie". "Krypto" hat immer etwas mit "verborgen" zu tun, "urie" weist darauf hin, dass etwas "im Urin auftaucht", und die "Pyrrole" sind kleine "Bausteine des Blutfarbstoffs" (Hämoglobin) und werden bei Menschen mit einer gesunden Stoffwechsellage an Gallenfarbstoffe gebunden über den Stuhl ausgeschieden. Doch leider weisen etwa 12% der Bevölkerung einen Stoffwechseldefekt auf. Schon seit 1894 ist bekannt, dass bei vielen Menschen Pyrrole im Urin erscheinen. Irvine und O´Reilly wiesen dann 1960 nach, dass

Pyrrole in erhöhtem Maße im Urin auftauchten

Dies sind sehr beeindruckende Zahlen und sie beweisen auch die Wichtigkeit beider Mikronährstoffe für eine gesunde Psyche und einen gesunden Geist.

Daher sind mögliche psychische Auswirkungen einer Kryptopyrrolurie nur zu gut verständlich: Neben den bekannten Symptomen des ADS / ADHS besitzen die Betroffenen in bestimmten Bereichen eine besondere geniale Begabung, wie sie für Autisten beschrieben ist (auch bei dieser Krankheit sollte eine Test auf Kryptopyrrolurie Routine sein), und ähneln fast den Borderline-Typen. Bei Belastungen und in Stress zeigen sich oft Angstneurosen. Besonders ADS / ADHS werden mit einer Pyrrolurie in Verbindung gebracht. Nach vorausgegangener Erfolglosigkeit aller erzieherischer Bemühungen bleibt den Eltern und Kindern oft nur der Besuch beim Arzt, um die Probleme der geistigen Leistungsfähigkeit und im Verhalten -oft zeigen sich Hyperaktivität und Aggressivität- in den Griff zu bekommen. In schulischen Stresssituationen z.B kann sich die Symptomatik noch verstärkt zeigen. Neben Störungen im Kurzzeitgedächtnis, allgemeinen Lernstörungen -am Vortag hat das Kind noch alles gekonnt, in der Schulaufgabe war das Wissen aber wieder vollkommen verloren-, fehlendem Traumerinnerungsvermögen (Vitamin-B-Mangel) zeigen die Kinder oft auch eine fehlende soziale Kompetenz wie Störungen im kommunikativen Bereich.

Da die Pyrrole bei einer Ausscheidung über den Urin für die Niere toxisch sind, bedient sich der Organismus eines Kniffs, um eine Schädigung der Nieren zu vermeiden. Er bindet die Pyrrole an Vitamin B 6 und Zink, um das Pyrrol unjpgtig zu machen. Doch leider ist diese Menge der beiden an Pyrrol gebundenen Mikronährstoffe für Stoffwechselprozesse unrettbar verloren. In der Folge treten Störungen der Neurotransmitterbildung und Glukoseversorgung des Gehirns auf. Die Symptome sind bestens bekannt ...

Die Diagnose einer Kryptopyrrolurie ist nur über eine Laboranalyse möglich. Der Test kostet ca. 40 €, aber diese Investition ist auf keinen Fall verkehrt, selbst wenn sich herausstellen sollte dass der Verdacht einer Kryptopyrrolurie falsch war. Zeigt sich ein positiver Befund im Sinne einer vermehrten Nachweisbarkeit von Vitamin B 6 und Zink im Urin, müssen gerade diese beiden Stoffe in Tablettenform regelmäßig zugeführt werden. Die Dosis der täglichen Einnahme sollte vom Laborwert und vom Alter der Person abhängig gemacht werden.

nach: http://www.elmar-schuerr.de/ADS.htm#Kryptopyrrolurie