Asymmetrischer Tonischer Nacken Reflex (ATNR)
Der ATNR wird durch Drehen des Kopfes zu einer Seite ausgelöst. Wenn der
Kopf gedreht wird strecken sich Arme und Bein auf der gleichen Seite, während
die Extremitäten der Gegenseite sich beugen. Der Reflex sollte im sechsten Lebensmonat
im wachen Zustand integriert sein. Falls der ATNR darüber hinaus nachweisbar
ist, kann folgendes beeinflusst werden:
- Auge-Hand-Koordination - z.B. Koordination von Hand und Arm beim Schreiben
- Beeinflussung des Körperbewusstseins, der Lateralität und des
Richtungssinnes
- Unabhängige Bewegung beider Körperhälften, wechselnde Händigkeit über das 8. Lebensjahr hinaus
- Wahrnehmungsstörungen
- Fähigkeit, die Mittellinie zu überkreuzen, z.B. Beschreiben der linken
Seite des Papiers bei Rechtshändern
- Diskrepanz zwischen schriftlichem und mündlichem Ausdruck
- Entwicklung der Visuomotorik und Augenfolgebewegungen (notwendig für
Lesen und Schreiben)
- Automatische Gleichgewichtskontrolle
- Tollpatsch, Unbeholfenheit
- Legasthenie
- schlechte Schrift
Diagnostische Hinweise: Überprüfung der Augen- und Ohrendominanz,
Überprüfung grobmotorischer Bausteine (Klettern, Springen, Krabbeln,
Kriechen), Schreibhaltung